2. November 2026 · 3 Min. Lesezeit
Google-Unternehmensprofil einrichten: Schritt für Schritt
Karte, Öffnungszeiten, Bewertungen: Das kostenlose Google-Profil ist oft das Erste, was Kunden von dir sehen. So richtest du es richtig ein.
Von Martin Döbling, Webdesign aus Winden
Wenn jemand „Weingut in der Nähe“ oder „Autowerkstatt Rülzheim“ sucht, zeigt Google oben eine Karte mit ein paar Betrieben – mit Sternen, Öffnungszeiten und einem Knopf zum Anrufen. Diese Einträge kommen aus dem Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business“). Es ist kostenlos, und für lokale Betriebe gibt es kaum etwas, das mit so wenig Aufwand so viel bringt.
Schritt 1: Profil anlegen oder übernehmen
Such bei Google nach deinem Firmennamen. Oft gibt es schon einen Eintrag, den jemand anderes angelegt hat – dann kannst du ihn über „Inhaber dieses Unternehmens?“ übernehmen. Gibt es noch keinen, legst du ihn über die Seite des Google-Unternehmensprofils mit deinem Google-Konto neu an. Tipp: Nutz dafür ein Konto, auf das du dauerhaft Zugriff hast, nicht das private Konto eines Mitarbeiters.
Schritt 2: Die richtige Kategorie wählen
Die Hauptkategorie ist eine der wichtigsten Angaben überhaupt. Wähl die, die deinen Betrieb am genauesten beschreibt – also „Elektriker“ statt „Dienstleister“, „Weingut“ statt „Geschäft“. Weitere Kategorien kannst du ergänzen, wenn du wirklich mehrere Dinge anbietest.
Schritt 3: Adresse oder Einzugsgebiet
Kommen Kunden zu dir, etwa in den Laden oder die Praxis, gibst du die Adresse an. Fährst du zu deinen Kunden, zum Beispiel als Handwerker, kannst du stattdessen ein Einzugsgebiet angeben und die Adresse ausblenden – etwa „Landkreis Germersheim, Landau, Südliche Weinstraße“.
Schritt 4: Bestätigen
Google will sicher sein, dass der Betrieb wirklich dir gehört. Je nach Fall läuft die Bestätigung per Video, Anruf, E-Mail oder Postkarte. Erst danach wird dein Profil vollständig angezeigt. Das kann ein paar Tage dauern – also lieber früh anfangen.
Schritt 5: Alles ausfüllen, was geht
- Öffnungszeiten – inklusive Feiertagen und Betriebsurlaub. Nichts ärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür.
- Telefonnummer und Website – die Website ist der Ort, an dem Interessenten mehr erfahren.
- Beschreibung – ein paar Sätze, was du machst und für wen. Normal geschrieben, ohne Stichwortlisten.
- Leistungen oder Produkte – gern mit ungefähren Preisen.
- Fotos – von außen (damit man dich findet), von innen, von deiner Arbeit, vom Team. Echte Fotos wirken besser als jedes Stockbild.
Schritt 6: Bewertungen
Im Profil findest du einen Link, über den Kunden direkt eine Bewertung schreiben können. Schick ihn zufriedenen Kunden nach dem Auftrag – per WhatsApp, E-Mail oder als QR-Code auf der Rechnung. Antworte auf jede Bewertung. Bei Kritik: ruhig bleiben, bedanken, sachlich erklären und eine Lösung anbieten. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen solltest du dagegen lassen – das verstößt gegen die Regeln von Google und fällt früher oder später auf.
Schritt 7: Dranbleiben
Ein Profil ist kein Einmal-Projekt. Halte Öffnungszeiten aktuell, lade ab und zu neue Fotos hoch und nutz die Beiträge für Neuigkeiten – zum Beispiel ein Hoffest, neue Weine oder Urlaubszeiten. Aktive Profile wirken lebendiger, für Kunden wie für Google.
Typische Fehler
- Firmenname mit Ortsnamen und Stichworten vollgestopft („Müller Elektro Kandel Elektriker Notdienst“) – das ist nicht erlaubt und kann zur Sperre führen.
- Unterschiedliche Adressen oder Telefonnummern im Profil, auf der Website und in Verzeichnissen.
- Kein Link zur eigenen Website – damit verschenkst du die Besucher, die mehr wissen wollen.
- Doppelte Einträge für denselben Betrieb.
Profil und Website gehören zusammen
Das Google-Profil sorgt dafür, dass man dich findet. Deine Website sorgt dafür, dass man sich für dich entscheidet. Beides zusammen ist die stärkste Kombination für lokale Betriebe – mehr dazu in Bei Google gefunden werden: 9 Tipps.